Es ist schwer sich vorzustellen, wie etwas ist, das man noch nicht erlebt hat. Geschweige denn sich darauf vorzubereiten. Eine Situation, in der scheinbar alles außerhalb Deiner Kontrolle liegt. Jedes Baby geht seinen eigenen Weg, keine Geburt gleicht der anderen. Kürzlich erzählte mir eine Mutter, dass sie zu keinem Geburtsvorbereitungkurs gegangen ist, weil sie nicht so viele Horrorgeschichten hören wollte. Ist das wirklich die Realität, mit der wir uns abfinden müssen? Ich glaub nicht. Und genau deshalb habe ich diesen Kurs entwickelt. Mit meiner psychotherapeutischen Expertise nehmen wir Deine Gedanken, Hoffnungen und Ängste genau unter die Lupe. Wir rüsten Dich mit den notwendigen Fähigkeiten aus, damit du jeder Situation mit der Du in Deiner Geburtserfahrung konfrontiert wirst, bestmöglich begegnen kannst.
Hier sind vier Dinge über Deinen Körper und Deine Psyche, die selten im klassischen Geburtsvorbereitungskurs erklärt werden – die aber alles verändern können.
1. Angst sitzt nicht nur im Kopf
Angst ist kein Gefühl, das nur unangenehm im Kopf sitzt und einfach ignoriert oder verschoben werden kann. Vielmehr ist es wie ein Kochtopf unter Druck. Irgendwo findet der Druck immer seinen Ausweg. Doch was genau ist jetzt dieser Angst-Anspannungs-Schmerz-Kreislauf, von dem so oft die Rede ist, wenn es um eine Geburt geht?
Angst löst eine biochemische Reaktion aus – der Körper schüttet Adrenalin aus. (Kampf-oder-Flucht-Modus) Der Körper steht plötzlich unter Anspannung. Muskeln verkrampfen, so auch die Gebärmuttermuskulatur und der Beckenboden. Trotzdem möchte die Gebärmutter die Geburt fortsetzen. Das heißt sie arbeitet jetzt gegen festes Gewebe an, wodurch die Wehen deutlich schmerzhafter wahrgenommen werden.
Ohne Vorbereitung in eine Geburt zu gehen ist wie ohne Equipment, Jause oder passendem Schuhwerk einen Berg zu besteigen. Es kann alles super laufen, das Wetter ist schön und sonnig und der Aufstieg erscheint Dir leicht. Doch was ist, wenn
- das Wetter umschlägt?
- plötzlich der Weg nicht mehr passierbar ist?
- Du Deine Kraft zu früh verbraucht hast und müde wirst?
Was passiert, wenn Du es nicht aus eigener Kraft schaffst und den restlichen Weg mit der Gondel rauffahren musst? Oder im schlimmsten Fall sogar von einem Hubschrauber abgeholt werden musst?
Einen tieferen Einblick in den psychophysiologischen Teufelskreis findest Du in dieser wissenschaftlichen Fachpublikation.
2. Dein Gehirn unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und Realität
Dieses neurologische Phänomen ist für mich als Hypnosepsychotherapeutin besonders interessant: Unser Unbewusstes (Gefühle/Emotionen/unbewusste Handlungen) reagiert auf eine lebhafte Vorstellung genauso wie auf reale Ereignisse.
Wenn Du also immer wieder negative Geburtserfahrungen hörst oder die Angst vor der Geburt verdrängst, indem Du Dich einfach nicht mit dem Thema beschäftigst, dann bereitet sich Dein Nervensystem auf eine gefährliche, bedrohliche Situation vor.
Diesen Effekt können wir für uns nutzen, indem wir den Spieß umdrehen:
- Wir geben Deinen Ängsten und Gedanken Raum und lösen sie damit so weit es geht auf.
- Wir schaffen in Deinem Inneren einen mentalen Ort der Sicherheit, wo Du Dich vollkommen wohl und entspannt fühlen kannst.
- Wir schaffen eine tiefe und sichere Verbindung zwischen Dir und Deinem Baby, denn nichts ist so stark wie der Mutterinstinkt.
Im Online-Magazin der Universität Bern gibt es einen spannenden Artikel, wie unser Gehirn Vorstellung und Realität verarbeitet, zum Nachlesen für alle Wissbegierigen.
3. Echte Sicherheit entsteht nicht durch äußere Kontrolle
Viele Frauen beschäftigen sich mit der Frage, wie die Geburt ablaufen wird und verfassen Listen, was sie sich für die Geburt wünschen. Das ist sinnvoll und nachvollziehbar, allerdings kann es auch das Bild vermitteln, dass all diese Dinge während einer Geburt kontrollierbar sind und es verführt dazu, den Blick von einem wichtigen Thema abzulenken -> Dass sich während einer Geburt fast nichts kontrollieren lässt, bringt oft Angst, Enttäuschung und Verzweiflung mit sich, wenn Pläne nicht aufgehen.
Dabei gibt es etwas worauf wir unseren Fokus richten können, das unser gutes Gefühl nicht abhängig von äußerer Kontrolle macht. Nämlich Vertrauen in die Fähigkeit der Regulation des eigenen Erlebens. Das bedeutet nicht, dass alles nur blumig und wunderbar sein wird. Aber es bedeutet, dass Du widerstandsfähig gegen den Herausforderungen bist, die Dich vielleicht erwarten, und dass Du viel mehr Ressourcen hast, Deine Geburt positiv wahrzunehmen.
4. Hypnose gehört zur Schulmedizin
Wir alle kennen die Darstellung von Hypnose in Film und Fernsehen. Der Hypnotisierte wird willenlos und verrät Geheimnisse, verhält sich wie es der Hypnotiseur möchte und weiß danach nicht mehr was passiert ist. Doch das ist genauso realitätsfern wie ein Fabelwesen.
In Wirklichkeit ist Hypnose im Rahmen der Hypnosepsychotherapie ein in Österreich wissenschaftlich fundiertes und anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren. Somit handelt es sich um einen expliziten Teil des akademischen, schulmedizinischen Gesundheitssystems und grenzt sich scharf von nicht-evidenzbasierten oder „esoterischen“ Praktiken ab.
Auf der Seite der ÖGATAP (Österreichischen Gesellschaft für angewandte Tiefenpsychologie und Allgemeine Psychotherapie) kannst Du noch mehr über die Methode der Hypnosepsychotherapie erfahren.
Fazit: Du bestimmst, wie Du Deine Geburt erlebst
Die Angst vor der Geburt ist nicht in Stein gemeißelt. In meinen Hypnobirthing-Intensivkursen verbinde ich staatlich anerkannte Hypnosepsychotherapie mit pharmazeutischen Fachwissen und Aromatherapie – für eine sichere, evidenzbasierte Vorbereitung auf Deine Geburt.
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